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Werkstatt

Neben Kundenaufträgen entstehen bei Kropf Systems eigene Systeme, Prototypen und Untersuchungen. Sie beantworten konkrete Fragen praktisch: ob ein Ansatz funktioniert, wo seine Grenzen liegen und was sich daraus lernen lässt.

Manches wird später zu einem Kundenprojekt oder einem eigenen Produkt, anderes bleibt ein Versuch.

AI Onboarding Agent

Frage

Wie wird aus einem Ausweis oder einer Arbeitsbewilligung ein geprüfter Datensatz, ohne dass jemand sämtliche Angaben von Hand übertragen muss?

Ansatz

Das Dokument wird mit einem Telefon aufgenommen. Der Agent liest die erkennbaren Angaben aus und überführt sie in strukturierte Daten. Sind Angaben unklar oder fehlen sie, fragt er nach. Bevor etwas gespeichert wird, zeigt er die erfassten Daten zur Bestätigung an.

Erkenntnis

Am meisten Zeit kostet nicht das Erfassen, sondern das Nachfragen bei fehlenden Angaben. Fragt das System gleich selbst nach, ist der Datensatz beim ersten Mal vollständig.

Stand

Prototyp, im März 2026 bei der Google Gemini Live Agent Challenge eingereicht und nicht mehr in Betrieb. Demo als Video und Projektbeschreibung sind öffentlich. Zuletzt geprüft im Oktober 2026.

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Abgleich von Regelwerken

Frage

Wie bleibt ein wachsendes Regelwerk vollständig und widerspruchsfrei, wenn mehrere Dokumente laufend geändert werden?

Ausgangslage

Mit jeder neuen Fassung können Inhalte verändert, verschoben oder entfernt werden. Bei mehreren zusammengehörenden Dokumenten kommt die Gefahr hinzu, dass Aussagen nicht mehr zusammenpassen oder dieselbe Regel an mehreren Stellen unterschiedlich beschrieben wird. Von Hand wird die Prüfung mit wachsendem Umfang immer aufwendiger.

Ansatz

Ein wiederholbarer Abgleich prüft neue Fassungen gegen ihre Vorgänger und zusammengehörende Dokumente gegeneinander. Er sucht nach:

  • verschwundenen Inhalten
  • widersprüchlichen Aussagen
  • Doppelungen
  • Veränderungen zwischen Fassungen

Gefundene Stellen werden als Befunde ausgewiesen, jeder an seiner Stelle im Dokument.

Erkenntnis

Was beim Überarbeiten verloren geht, fällt beim Lesen kaum auf, weil man sieht, was da ist, und nicht, was fehlt. Der Abgleich gegen die Vorfassung zeigt genau das.

Stand

Prototyp, im April 2026 erprobt. Zuletzt geprüft im Oktober 2026.

Fragen an die eigenen Unterlagen

Frage

Wie kommt man in umfangreichen eigenen Unterlagen zu einer verlässlichen Antwort, ohne alles selbst durchsuchen zu müssen?

Ansatz

Eine Frage wird in eigenen Worten gestellt. Die Antwort kommt aus den eigenen Dokumenten, zusammen mit der Stelle, an der sie steht. Was nicht drinsteht, wird nicht erfunden, sondern als Lücke benannt.

Das Werkzeug eignet sich auch für KI-Agenten. Sie erhalten ihre Angaben mit Fundstelle, statt selbst in den Dokumenten zu suchen.

Erkenntnis

Eine Antwort ist erst brauchbar, wenn man sieht, worauf sie sich stützt. Die Fundstelle macht jede Antwort prüfbar, für Menschen wie für Agenten.

Stand

Prototyp, im Einsatz seit September 2026. KI-Agenten nutzen es seit Oktober 2026. Zuletzt geprüft im Oktober 2026.

Praxisverwaltung für Betriebe mit Terminen

Frage

Wie führt ein Betrieb mit Terminen seine ganze Verwaltung an einem Ort, von der Buchung bis zur Abrechnung, ohne dass Online-Buchung, Empfang und Kasse auseinanderlaufen?

Ausgangslage

In kleinen Betrieben liegen Termine, Kundendaten, Kasse und Abrechnung oft in getrennten Werkzeugen. Die Folge merkt der Gast zuerst: Eine online bestätigte Buchung gilt am Empfang nicht.

Ansatz

Ein System für den ganzen Betrieb: Termine und Online-Buchung, Räume und Mitarbeitende, Kundschaft und Erinnerungen, Zahlung, Quittung und Kasse, Gutscheine und Auswertungen. Wer mehr braucht, ergänzt die Abrechnung mit den Krankenkassen, die Abrechnung der Mitarbeitenden, Produkte und Lager, Marketing oder weitere Standorte.

Eine Online-Buchung wird sofort bestätigt, wenn der Termin wirklich frei ist. Ein fotografierter Papierkalender wird gelesen, und die Termine stehen bereit, ohne dass jemand abtippt.

Erkenntnis

Ein doppelt vergebener Termin kostet mehr, als eine Buchung einbringt: einen verärgerten Gast und eine schlechte Bewertung. Darum zählt, dass online, am Empfang und an der Kasse derselbe Stand gilt.

Stand

Eigenes System, im Bau. Noch kein Betrieb nutzt es. Zuletzt geprüft im Oktober 2026.

Projekte mit vielen Beteiligten führen

Frage

Wie weiss man in einem grossen Projekt jederzeit, was war, was ansteht und wo es hängt, ohne Stunden mit Nachführen zu verbringen?

Ansatz

Notizen, Mails und Protokolle fliessen ein, wie sie anfallen. Daraus führt das System den Stand des Projekts: Themen und Besprechungen, offene Punkte und Pendenzen, was abgeklärt ist und was noch abgeklärt werden muss, Entscheide und was zu entscheiden ist, Zusagen und Vereinbarungen, Risiken, Änderungen und Abnahmen, und wer wofür zuständig ist.

Wer hineinschaut, sieht auf einen Blick, was war, was ansteht, was festhängt und auf wen gewartet wird. Vertrauliches bleibt dabei im Betrieb.

Erkenntnis

Was in einem Projekt geschieht, steht in Mails und Besprechungen, nicht im Projektwerkzeug. Ein Werkzeug, das dorthin geht, bleibt aktuell. Eines, das Nachtragen verlangt, nicht.

Stand

Eigenes System, beschrieben und als erster Prototyp mit erfundenen Daten gebaut. Noch in keinem Projekt im Einsatz. Zuletzt geprüft im Oktober 2026.

Eine ähnliche Fragestellung?

Haben Sie eine Aufgabe, bei der noch nicht klar ist, ob oder wie sie sich technisch sinnvoll lösen lässt? Dann kann ein begrenzter Pilot oder eine Untersuchung ein guter Einstieg sein.

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